Social-Media-Video
Social-Media-Video: Drei Formate, die bei Lernenden funktionieren
Kurz, ehrlich, im Alltag gedreht: drei Videoformate, mit denen Bildungsinstitutionen ihre Zielgruppe erreichen.
Kurze Videos für Instagram oder TikTok wirken unaufwendig, brauchen aber ein Konzept, sonst wirken sie wie Werbung, die niemand angeschaut hat, bevor sie online ging. Drei Formate haben sich in der Zusammenarbeit mit Bildungsinstitutionen bewährt.
Format 1: Ein Tag, eine Person
Eine lernende Person führt durch ihren Alltag: Ankunft am Morgen, Arbeitsplatz, eine typische Aufgabe, eine Pause mit Kolleginnen und Kollegen. Kein Skript mit auswendig gelernten Sätzen, sondern kurze, ehrliche Antworten auf einfache Fragen. Dieses Format funktioniert, weil es aus der Perspektive einer Person erzählt wird, die selbst noch mitten in der Ausbildung steckt, statt dass eine Institution über sich selbst spricht. Für Zuschauende, die vor derselben Entscheidung stehen, ist das die Perspektive, die tatsächlich interessiert.
Wichtig ist dabei weniger die Produktionsqualität als die Auswahl der Person. Wer selbst erst vor Kurzem angefangen hat, erinnert sich noch an die eigenen Fragen und Unsicherheiten und kann sie glaubwürdiger beantworten als jemand, der schon lange dabei ist.
Format 2: Die konkrete Frage
Interessierte suchen selten allgemeine Imagefilme, sondern Antworten auf konkrete Fragen: Wie läuft der Bewerbungsprozess ab, was passiert am ersten Tag, wie sieht eine Prüfung aus, welche Unterlagen braucht es für die Anmeldung. Ein kurzes Video pro Frage, dreissig bis sechzig Sekunden lang, lässt sich einzeln teilen, in einer Story verlinken oder in Suchanfragen wiederfinden, statt in einem langen Imagefilm unterzugehen, den ohnehin kaum jemand bis zum Ende schaut.
Format 3: Der Rundgang in Bewegung
Wo ein 360°-Rundgang die Übersicht über ein Gebäude schafft, zeigt ein kurzes Bewegtbild einzelne Stationen im Detail: eine Werkstatt in Betrieb, ein Gespräch im Gang, der Blick aus einem Klassenzimmer bei Tageslicht. Als Kurzform auf Social Media platziert, ergänzt es die statischeren Kanäle der eigenen Website und eignet sich besonders für Momente, die sich schlecht in Worte fassen lassen, etwa Geräusch und Bewegung in einer Werkstatt.
Warum kurz und im Alltag gedreht
Die JAMES-Studie von ZHAW und Swisscom untersucht regelmässig die Mediennutzung von Jugendlichen in der Schweiz und zeigt seit Jahren, dass Video- und Kurzvideoplattformen einen festen Platz im Alltag Jugendlicher haben. Für Bildungsinstitutionen heisst das nicht, dass jedes Video viral gehen muss. Es heisst, dass die Zielgruppe ein Format bereits kennt und gewohnt ist, kurze, unaufwendig wirkende Videos ernst zu nehmen, sofern der Inhalt stimmt und die gezeigte Person echt wirkt.
Ein Video mit einer lernenden Person, leicht wackliger Kameraführung und spontanen Antworten wirkt in diesem Umfeld oft glaubwürdiger als ein perfekt inszenierter Imagefilm ohne erkennbare Gesichter. Das bedeutet nicht, auf professionelle Aufnahmetechnik zu verzichten, sondern die Inszenierung der Sache unterzuordnen, die gezeigt werden soll.
Aufwand und Umsetzung
Alle drei Formate lassen sich an einem einzigen Drehtag kombinieren, da sie ähnliche Ausrüstung und ähnliche Motive nutzen. Ein Social-Media-Video ist ab CHF 500 realisierbar. Wichtiger als die Anzahl Videos ist eine klare Auswahl vorab: Welche drei bis fünf Fragen sollen beantwortet werden, welche Person führt durch den Alltag, welche Station wird gezeigt. Diese Auswahl trifft man am besten gemeinsam mit den Lehrpersonen oder der Berufsbildnerin, die den Alltag der Lernenden am besten kennen.
Nächster Schritt
Wenn Sie herausfinden möchten, welches Format zu Ihrer Institution passt, klären wir das in einem kostenlosen 30-minütigen Erstgespräch.
Wie sieht das für Ihre Schule aus?
Dreissig Minuten, kostenlos und unverbindlich: Wir schauen uns Ihren heutigen Auftritt an und sagen Ihnen, was sich mit welchem Aufwand verbessern lässt.