Schulkommunikation
Digitale Erstinformation: Was Schulen jetzt zeigen sollten
Bevor Lernende sich anmelden, schauen sie online vorbei. Vier Inhalte, die auf jeder Schulseite stehen sollten.
Bevor sich jemand für eine Schule anmeldet, informiert sich die Person online. Diese Phase findet statt, ob eine Institution dafür Inhalte bereitstellt oder nicht. Die Frage ist nur, ob die eigene Website Teil davon ist oder übersprungen wird.
Die Räumlichkeiten, unabhängig von Öffnungszeiten
Fotos der Eingangshalle, der Unterrichtsräume und der Werkstätten oder Labore geben eine erste, verlässliche Orientierung. Ein 360°-Rundgang geht einen Schritt weiter und lässt Interessierte selbst entscheiden, wohin sie als Nächstes schauen wollen, statt eine vorgegebene Bildstrecke durchzuklicken. Beides ersetzt keinen Besuch vor Ort, reduziert aber die Zahl der Institutionen, die überhaupt noch persönlich besichtigt werden, auf jene, die nach der Online-Recherche noch infrage kommen. Für die Institution selbst bedeutet das weniger Besichtigungstermine mit Personen, die sich das Gebäude ohnehin anders vorgestellt hatten.
Konkrete Angaben zu Ausbildung und Anmeldung
Anmeldefristen, Aufnahmebedingungen, Ablauf des Bewerbungsprozesses und ein realistisches Bild der Ausbildungsinhalte gehören auf jede Schulseite, gut auffindbar und nicht nur als PDF-Dokument aus einem früheren Schuljahr. Wer diese Angaben sucht und nicht findet, wechselt zur nächsten Institution, die sie liefert, oft ohne dass die eigene Institution davon überhaupt erfährt.
- Anmeldefristen und Aufnahmebedingungen
- Ablauf des Bewerbungsprozesses, Schritt für Schritt
- Realistische Beschreibung der Ausbildungsinhalte
- Ansprechpersonen mit Kontaktangaben
Menschen, die man später auch trifft
Ein Bild einer Lernenden oder eines Lehrers sagt mehr über das Schulklima als ein Absatz Fliesstext. Kurze Video-Interviews mit Lernenden oder Lehrpersonen zeigen, wie an einer Institution gesprochen und gearbeitet wird, ohne dass jemand dafür etwas beschönigen müsste. Wichtig ist, dass die gezeigten Personen tatsächlich an der Institution sind und dort bleiben, nicht austauschbare Stockfotos, die an jeder anderen Schulseite genauso stehen könnten. Auch ein einzelnes Foto pro Fachbereich mit Namen und Funktion hilft: Es zeigt, dass hinter der Institution konkrete Personen stehen, nicht nur eine Verwaltung.
Sichtbare Aktualität
Ein Copyright-Datum im Fusszeilenbereich von vor drei Jahren, ein Rundgang mit Möbeln, die längst ersetzt wurden, oder ein Video mit einer Person, die die Schule verlassen hat, wirken wie ein Hinweis darauf, dass sich niemand mehr um die Website kümmert. Inhalte müssen nicht monatlich erneuert werden, sollten aber erkennbar zum aktuellen Zustand der Institution passen. Ein einmal produzierter 360°-Rundgang oder ein Satz Fotos hält dabei in der Regel mehrere Jahre, sofern sich am Gebäude nichts Grundlegendes ändert. Wechselt eine Fachperson, die im Video zu sehen ist, oder wird ein Raum umgebaut, lohnt sich ein kurzer Blick, ob die betroffene Aufnahme ersetzt werden sollte.
Wo diese Inhalte zusammenkommen
Fotos, Video und 360°-Rundgang wirken am stärksten, wenn sie an einem Ort auf der Website zu finden sind, etwa auf einer eigenen Seite für Interessierte, statt verstreut über verschiedene Unterseiten und Sprachversionen. Wer nach der ersten Orientierung direkt zu den Anmeldeinformationen weiterklicken kann, bricht die Recherche seltener vorzeitig ab und wechselt seltener zu einer anderen Institution, nur weil dort ein Klick weniger nötig war. Eine solche Seite lässt sich schrittweise aufbauen: mit den vorhandenen Fotos beginnen, später um Video und Rundgang ergänzen.
Nächster Schritt
Wenn Sie einschätzen möchten, welche dieser vier Punkte bei Ihnen fehlen, klären wir das in einem kostenlosen 30-minütigen Erstgespräch.
Wie sieht das für Ihre Schule aus?
Dreissig Minuten, kostenlos und unverbindlich: Wir schauen uns Ihren heutigen Auftritt an und sagen Ihnen, was sich mit welchem Aufwand verbessern lässt.